Weiße Krähe (Dritte Fassung)

Nach M. Haushofer

Weisse Krähe,
behackt und vertrieben
fliegst du hinter
dem schreienden Schwarm.

Im sicheren Abstand
zum Krähenbaume,
dem unruhig gleißenden,
fällst du ins Holz.

Du lerntest kennen
des Schwarmes Gesetze,
doch Futter nimmst du
überlebend von mir.

Gehackt und vertrieben,
richten wir Exilanten
uns nun auf uns ein…

Weiße Krähe (Zweite Fassung)

Nach M. Haushofer

Weiße Krähe,
abgesetzt, zurück
gestoßen
vom übrigen
so lärmreichen Schwarm.

In sicherem
Abstand,
zu anderen Schnäbeln,
fielst vorsichtig du ein.

Futter gab ich dir,
als geschwunden der Schwarm,
Nahrung meinem
Gewissen auch.

Weiße Krähe,
die deinen sind
meine Gesetze auch,

als zwei Verschlagene
richten wir uns auf…

Weiße Krähe (Erste Fassung)

Nach M. Haushofer

Geflogen kam
eine weiße Krähe,
wie abgeschlagen,
hinter dem übrigen
Schwarm.

In sicheren Abstand,
vom gleißenden Krähenbaum,
nahm sie ihren
Platz ein,
in einem anderen
Geäst.

Als schwand der Schwarm
fütterte ich sie, die Bedrohte,
einbüßte sie
ihre Scheu sogar,

sie, die nur kannte,
die Gesetze des Schwarms…!

Entflohen,
allen Schwärmen,
begann zu begreifen
auch langsam ich…!

Ein Herr Petrescu
aus Bukarestu
wollt` jagen Braunbärescu
in Karpatescu.

Doch Braunbärescu,
nahm weg Flintescu
gleich Herrn Petrescu
aus Bukarestu.

Fünf Viertelstundescu,
verdrosch Braunbärescu
noch Herrn Petrescu
aus Bukarestu.

Schönen Gruß an Ceaucescu,
in Höllenfeuerescu,
höhnte Braunbärescu
noch zu Herrn Petrescu
aus Bukarestu.

Das tut sehr weh, aaaah
höhnte Ion Milea,
aus Oradea,
als er hört` Legendea
von Braunbärescu
aus Karpatescu
und Herrn Petrescu
aus Bukarestu.