Nach M. Haushofer
Weisse Krähe,
behackt und vertrieben
fliegst du hinter
dem schreienden Schwarm.
Im sicheren Abstand
zum Krähenbaume,
dem unruhig gleißenden,
fällst du ins Holz.
Du lerntest kennen
des Schwarmes Gesetze,
doch Futter nimmst du
überlebend von mir.
Gehackt und vertrieben,
richten wir Exilanten
uns nun auf uns ein…
Nach M. Haushofer
Weiße Krähe,
abgesetzt, zurück
gestoßen
vom übrigen
so lärmreichen Schwarm.
In sicherem
Abstand,
zu anderen Schnäbeln,
fielst vorsichtig du ein.
Futter gab ich dir,
als geschwunden der Schwarm,
Nahrung meinem
Gewissen auch.
Weiße Krähe,
die deinen sind
meine Gesetze auch,
als zwei Verschlagene
richten wir uns auf…
Nach M. Haushofer
Geflogen kam
eine weiße Krähe,
wie abgeschlagen,
hinter dem übrigen
Schwarm.
In sicheren Abstand,
vom gleißenden Krähenbaum,
nahm sie ihren
Platz ein,
in einem anderen
Geäst.
Als schwand der Schwarm
fütterte ich sie, die Bedrohte,
einbüßte sie
ihre Scheu sogar,
sie, die nur kannte,
die Gesetze des Schwarms…!
Entflohen,
allen Schwärmen,
begann zu begreifen
auch langsam ich…!
Als Korkball, oder
zu groß geratene Maus
spielen hinein sie
in ihren
wachsenden Sommer sich.
Das Gras unter mir,
fremder Weiden
Besitz.
Zerdrück ich’s,
träumt darauf,
beständig,
es sich doch
leidlich wunderbar…!
And’ren Schafen,
aber später,
wächst in den Mund
zu Tod‘ es sich..!
„Darf passieren“, murmelte
in seiner Wachhütte der greise,
rheumatische Schäferhund,
ließ ein den Hausfreund,
der ihm überließ ein frisches,
vorzüglich mariniertes Steak.
Ein Spitz nimmt nie was krumm,
er wär ja auch schön dumm:
denn nähm` er krumm manchen Witz
hieß bald er nicht mehr Spitz.
Ein Wolf verfluchte laut vorm Tresen
der Trunksucht unheilvolles Wesen:
wo sei sein klarer Blick geblieben,
er säh der Geißlein nun schon sieben!
Ein Krebs, der gar zu Tische kam,
sprach vor dem Mahl apathisch,
zum Koch, der keine Fische nahm:
er sei ihm nicht sympathisch.
Ein Herr Petrescu
aus Bukarestu
wollt` jagen Braunbärescu
in Karpatescu.
Doch Braunbärescu,
nahm weg Flintescu
gleich Herrn Petrescu
aus Bukarestu.
Fünf Viertelstundescu,
verdrosch Braunbärescu
noch Herrn Petrescu
aus Bukarestu.
Schönen Gruß an Ceaucescu,
in Höllenfeuerescu,
höhnte Braunbärescu
noch zu Herrn Petrescu
aus Bukarestu.
Das tut sehr weh, aaaah
höhnte Ion Milea,
aus Oradea,
als er hört` Legendea
von Braunbärescu
aus Karpatescu
und Herrn Petrescu
aus Bukarestu.
Nichts von allem um sie bemerkten,
verspürten die beiden, die eng
umschlungen standen, vor der Ecke
eines bröckligen Hauses.
Nichts von allem, auch nicht jenen
hochmotivierten Hund,
der beinhebend den Segen,
den seinen, ihrer Liebe gern gab.