Kategorie: Gedichte
Nur eine Liebe …
Nur eine Liebe mehr genügt,
zu ändern diese Welt von Grund.
Schaut, wie sie jeden Zorn besiegt,
und jedem Grau setzt neues Bunt.
Ihr Lächeln tilgt wohl alle Schatten,
die weiter wüchsen, bis zur Nacht,
drum sollt ihr sie auch euch gestatten,
nur eine Liebe, welche Macht!
Resümee
Hab‘ einen Korb von ihr bekommen,
nur leider ist er viel zu klein.
Hätt‘ sie ’nen größren doch genommen,
packt‘ in ihn ich meinen Kummer ein.
Im Stile der „goldnen Zwanziger“
Junge, in deines Lebens Mai
wirfst du die Liebe zum Fenster raus:
und in fünfzig Jahren ist alles vorbei,
dann schenkt man dir den letzten Strauß.
Kleines Lied
Ich habe dich getroffen,
du gingst zu rasch vorbei!
Wie gern würd‘ ich doch hoffen,
so gingen mal wir zwei..!
Auf eine vollkommene Liebesnacht
Mit hundert Augen,
sah zweie ich nur!
Du gleichst dem Herbst
Du gleichst dem Herbst, dem Farbenfinder,
der Trauer mit Schönheit überstreicht,
in dem man träumt und neue Kraft
für kommende Zeiten finden will.
Die herbe Schönheit der Natur,
aus Deinen Zügen bricht sie vor,
als eine Gewalt, die freundlich grüßt
und sorgsam jeden Weg umfriedet.
Herbst der Hoffnung, sei beständig,
geh‘ in jedes Tal hinein!
Entdeck‘ dich weiter deiner Welt nur,
die neu dich sucht an jedem Tag.
(aus 1974)
Das gleiche Licht
Das gleiche Licht,
daß morgens findet
dich wieder, brennt
in fremden Augen.
Und trägt es seine
Sonnenfäden
zu anderen,
sie zu erhell’n,
bricht’s schmerzend sich
allein auf dir nur,
bricht’s schmerzend sich
auf deiner Haut.
Es kann niemals
im Leben gleichen,
das Licht dem Lichte
doch vereint
es Fremdes stets,
in seinem Dasein,
dem Lächeln unter
Tränen gleichend…