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Neuerscheinung


 
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Weiße Krähe (Dritte Fassung)

Nach M. Haushofer

Weisse Krähe,
behackt und vertrieben
fliegst du hinter
dem schreienden Schwarm.

Im sicheren Abstand
zum Krähenbaume,
dem unruhig gleißenden,
fällst du ins Holz.

Du lerntest kennen
des Schwarmes Gesetze,
doch Futter nimmst du
überlebend von mir.

Gehackt und vertrieben,
richten wir Exilanten
uns nun auf uns ein…

[…]

Weiße Krähe (Zweite Fassung)

Nach M. Haushofer

Weiße Krähe,
abgesetzt, zurück
gestoßen
vom übrigen
so lärmreichen Schwarm.

In sicherem
Abstand,
zu anderen Schnäbeln,
fielst vorsichtig du ein.

Futter gab ich dir,
als geschwunden der Schwarm,
Nahrung meinem
Gewissen auch.

Weiße Krähe,
die deinen sind
meine Gesetze auch,

als zwei Verschlagene
richten wir uns auf…

[…]

Weiße Krähe (Erste Fassung)

Nach M. Haushofer

Geflogen kam
eine weiße Krähe,
wie abgeschlagen,
hinter dem übrigen
Schwarm.

In sicheren Abstand,
vom gleißenden Krähenbaum,
nahm sie ihren
Platz ein,
in einem anderen
Geäst.

Als schwand der Schwarm
fütterte ich sie, die Bedrohte,
einbüßte sie
ihre Scheu sogar,

sie, die nur kannte,
die Gesetze des Schwarms…!

Entflohen,
allen Schwärmen,
begann zu begreifen
auch langsam ich…!

[…]

Grußwort: Willkommen in der Welt der Aphorismen!

Liebe unbekannte Literaturfreunde! Das Internet ermöglicht viele Dinge – böse wie gute – ich hoffe aber, dass unser Kontaktnehmen mittels meines Literatur-Blogs zu den angenehmeren zählt. Also Willkommen, Servus, Grüß Gott, oder was auch immer!

Nach jahrelanger Beteiligung an verschiedenen Aphorismensammlungen entschloss ich mich zu dieser Öffnung meiner Wort-Schatztruhe, die […]

Limerick

„Daß für den Feind er gäbe keine Fliegenhaut“, orgelte mutig Feldprediger Ziegenkraut. Doch als Feldwebel Schnauze schrie: „Vorm Feinde in den Haber flieh“, hat dumm geschaut, nicht nur der Ziegenkraut. […]

Limerick

An ’nem gestohlenem Karnickel ging ein Feldwebel Ratte, welcher wollt‘ sich entzwein‘, mit der Gulaschkanone; ihn zerstach wie zum Hohne den Dünndarm ein Knochensplitter, gar fein. […]

Limerick

Als haferte Bauer Riebenlamm, stieß ihn sein Weib mit Hieben, stramm, in die Spreu. Und s‘ war vorbei, als man ihn ausgrub, voll Tamtam. […]

Limericks

Kuhlmann und Fix, die Laboranten, nicht nur bis auf den Schopf verbrannten. Denn unsichtbar grad, nach einem Säurebad blieben diese beiden Probanden. […]

Limerick

Ein Bäckerbursche in Hameln, konnte, statt zu reden, nur stahmeln! Wie die Brötchen waren, hat niemand erfahren, die fraßen die Ratzen von Hameln. […]

Limerick

Es sprach zum Boden-, der Mummelsee: „Wenn ich dies Schwabengefummel seh, möchte ich entlaufen, der Heimat Traufen..“, drauf sprach zum Mummel-, der Bodensee, „dass er noch mehr Idioten seh“! […]

Stetiges Ufer,
welch unendlicher Halt doch,
schwächrer Lebensfahrt. […]

Blume, gewachsen,
über hindernde Kräuter
entgegen dem Licht. […]

Dem Wasserfalle,
der wohl gänzendste Tropfen,
so sonnenerhellt. […]

Freiheit des Geistes,
ihren Zügen ablesbar
belebendes Sein. […]

Lachende Anmut,
einem Frühling so ähnlich,
der tief sich verzweigt. […]

Strahlender Schimmer,
Augentief. Kupfern bekrönt
diese Helle sich. […]

Gespinst, du helles,
glitzernd deinem Ufer blaut
sommerfarbnes Licht. […]

Von Anmut regiert
weiß auch der Geist, dich schönend
zu erbringen nur. […]

In blauen Steinen,
hell umgrenzt, lebt Anmut, sich
der Welt gewinnend. […]

Kein Rosenblatt gleicht
seinem Nachbarn, lernt schätzen
diese Vielfalt auch! […]

So sprach der Gärtner
zu seinen Blumen: „Frieden
atmet in die Welt“. […]

Rose, gepflückt beim
Feld der Ehre, blutrot mahnst
uns Lebende du. […]

Der Blumen kurzes
Leben meistert worüber
mancher ewig sann. […]

„Die Stacheln“, sprach der
Prinz, „Dornröschen, die Stacheln,
bist du sie auch wert“? […]

Betörend nimmt in
Rosenorten das Leben
seinen Siegeslauf. […]

Die jungen Dornen,
Gartenwächter, der Kindheit
stechen heut` nicht mehr! […]

Dämmerungswetter,
mischst das Licht mit dem Dunkel,
so unendlich tief. […]

Leuchten des Krieges,
Mündungsfeuer, eil’ Nacht uns
doch rettend herbei. […]

Ein helles Lächeln,
trug durch nachtdunkle Straßen
meine Zuversicht. […]

Dem Weltendunkel,
kann ein einziges Leuchten
sein Schwarz doch entziehn’! […]

Kühlender Schatten,
ziehst herab mir die Lider,
führst in Träume mich. […]

Gegenlicht hellte
ihr Gesicht in der Dämm’rung
sekundenschnell auf. […]

Du warst mein Leuchten.
Gab dir nur meinen Schatten,
zitternd schwandest du. […]

Ihr falben Streifen,
Morgenboten, laßt im Schlaf
verbleiben mich noch. […]

Lichtkringel fielen,
durch Laubeslücken, malten
behende auf mir. […]

Gelbliche Finger,
drangen in meines Fiebers
dunklen Vorhang ein. […]

Sanftheit, dein Wesen,
Energie ist ihm eigen,
so Mädchenbeschwingt. […]

Dreiländertreffen,
gibst die dreifache Schläue
deinen Kindern mit. […]

Wein aus dem Süden,
machst nüchtern wie trunken, bist
beflügelndes Sein. […]

Alemannischer
Witz du, dein Spotten schmerzt nicht,
deine Güte heilt. […]

Badische Sonne,
gekeltert, gefangen in
lächelnden Augen. […]

Nicht eine Sanftheit,
die vergleichbar wohl ihrem
hellen Dasein wär. […]

Wär Wimpernschlag sie,
der Gezeiten, das gäb` ein
Freudentränenmeer! […]

Schmückt blond die Welt sich,
ziehen Himmel, verwölkte,
ihr strahlendstes Blau. […]

Bist wie die Blüte,
die Leben öffnet, Leben
zu erhalten auch. […]

Ihr Edelsteine,
blaue Tropfen, himmelstief
manch Blicke schweben. […]

Kein Wort, dass jemals
wär verloren, beschreibt es
ihre Anmut nur. […]

Du Zartheit, Falter
eines Traumes, beschwingen
soll dich jeder Tag. […]

Bestaun` die Welt in
Deinen Augen, gleicht einem
Frühlingsmorgen sie. […]

Dein Blumenwesen,
hell umlichtet es jeden
tief verborg`nen Traum. […]