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Neuerscheinung


 
32 Texte gefunden:

Skatabend

Aufschlagen
auf den Tisch die Karten,
der aufdeckt
die Karten der Schläger. Alles wird
gleichmäßig verteilt,
Gewinne, Verluste,
wie Bier und Urin. Wenn sie aufstehen,
ähnelnd den Neigen
in Geldbörse wie Glas, ist der Verstand
oft keine Sieben mehr wert.

Der Blick aus dem Fenster

Sonne lugt herein,
ihren Gruß erwidre
ich frühlingshaft gern. Vor dem Kirschbaum,
gegenüber,
eine Mauer, grau verputzt, erschwerend das Klettern,
doch was wär ohne sie der Kirschbaum uns Kindern
gewesen nur. Ein Ziegeldach
begrenzt den Himmel,
vor Jahren schlug
ein Blitz […]

Atlas

Trag den Himmel auf den Schultern,
verschweige meinen Buckel drum. Wer könnte mir die Last auch glauben,
säh unter ihr er mich zu krumm.

Maikätzchen

Als Korkball, oder
zu groß geratene Maus spielen hinein sie
in ihren
wachsenden Sommer sich.

Dorfnacht (anhaltinisch)

In naher Ferne, gemessen am
Abstand der Häuser nur,
heult ein einsamer,
unzufriedener Hund. Im Garten Eden,
dem des Nachbarn,
bewegt der Wind
die Blätter sacht. Weit draußen,
auf freiem Felde,
geht nächtens es um:
Dort verirrten, vor mehr
als […]

Einer Küstenbewohnerin

Des Meeres Kühle,
wie dringt sie aus dir. Des Meeres Wesen,
auch Wärme zu speichern,
für kühlere Zeiten,
bleibt dir so vertraut. Will niemand denn baden,
nur in deinen Fluten,
du Schaumgebor’ne,
und wogen mit dir!

Achill

Des Menschen Ferse erst beweist,
wie weit der Kopf zu gehn‘ vermag.
Des Menschen Ferse, die zerreißt
den Traum des Kopfs‘ an einem Tag.

Rotkäppchens Hochzeit

Den Wolf im Arm, als Bräutigam,
trippelt sie froh zur Kirche hin.
sie dachte klug, als sie ihn nahm: das Fressen geht ihm aus dem Sinn,
leben wir erst als Frau und Mann
und gibt er sich mir arglos hin! In Bälde ihn zurecht ich trimm‘,

Der Gestrandete

Von Wellen in den Sand geworfen,
fiebert er sich ins Meer zurück.
Leichen, vom Sturme angeschwemmt,
umgeben als Gefährten ihn. Sein Schrei verhallt in nackten Felsen,
wo sandverklebte Augen irren,
doch Einsamkeit droht, geiergleich,
am Ende rasch ihn zu verschlingen. Das Ohr vernimmt die […]

Nur eine Liebe …

Nur eine Liebe mehr genügt,
zu ändern diese Welt von Grund.
Schaut, wie sie jeden Zorn besiegt,
und jedem Grau setzt neues Bunt. Ihr Lächeln tilgt wohl alle Schatten,
die weiter wüchsen, bis zur Nacht,
drum sollt ihr sie auch euch gestatten,
nur eine Liebe, welche Macht!

Der Kuchenhering

(bibliothekarisches Tischgebet)

Hering und Kuchen, welche Wonne,
ich könnte verschlingen, davon eine Tonne.
Hat auch der Kuchen zuviel Kalorie,
fehln‘ sie beim Hering, dem gräulichen Vieh! So gleicht zum Schluß sich alles aus,
Genuß, Gesundheit in einem Schmaus.

(in Liebe gewidmet der großartigen Bibliothekarschulküche!)

Resümee

Hab‘ einen Korb von ihr bekommen,
nur leider ist er viel zu klein.
Hätt‘ sie ’nen größren doch genommen,
packt‘ in ihn ich meinen Kummer ein.

Triumph der Technik

Jesus wollte gen Himmel fahren,
stieg munter in das Raumschiff ein.
Und mußte drinnen bald erfahren:
kein Fliegen ohne Führerschein.

Im Stile der „goldnen Zwanziger“

Junge, in deines Lebens Mai
wirfst du die Liebe zum Fenster raus:
und in fünfzig Jahren ist alles vorbei,
dann schenkt man dir den letzten Strauß.

K.

Anmutig, wie ein Falter schwebt,
durch ihres Frühlings Garten sie,
umsegelt Netze, die gespannt
verräterisch von Spinnen sind. Am Gartenende angelangt,
beginnt ihr Sonnenspiel erneut. Manchmal durchstößt sie
Grenzen schon,
berührt den Sommer,
nah verzückt. Doch andre Augen wachsen erst,
in der Umschlingung seines Lichts.

Kleines Lied

Ich habe dich getroffen,
du gingst zu rasch vorbei!
Wie gern würd‘ ich doch hoffen,
so gingen mal wir zwei..!

Auf eine vollkommene Liebesnacht

Mit hundert Augen,
sah zweie ich nur!

Nachmittags …

Das Gras unter mir,
fremder Weiden
Besitz. Zerdrück ich’s,
träumt darauf,
beständig, es sich doch
leidlich wunderbar…! And’ren Schafen,
aber später,
wächst in den Mund
zu Tod‘ es sich..!

Porträt A. Dorn

In allen Farben
malt er dir
die Welt
und seine
Hände ruhn‘,
sie zu verschönen
für dich nie. Sein Stärk’res aber,
die Gedanken,
wie sehr befreit
dein Dasein sie
von jeder Hemmung
ihres Fluges.

Einem tiefblauen Augenpaar

Kein Irrlicht schwebt
in diesen Weiten,
umschlossen bleibt
von hellem Ton:
das Dunkelblau,
die Sommerfarbe,
Gewitterblau,
was niemals droht.

„Darf passieren“, murmelte in seiner Wachhütte der greise, rheumatische Schäferhund, ließ ein den Hausfreund, der ihm überließ ein frisches, vorzüglich mariniertes Steak. […]

Der Hund des Herrn Pastors betete sein Wörtchen stets mit, geschickt placiert neben der aufnahmebereiten Kollekte. Fest ins Auge fasste er alle Kirchgänger, zitternde Hände gaben gern und viel. […]

Jahre sind Ränder eines Wegs. Blumen, wächst aus ihnen die Zeit. […]

Ein Spitz nimmt nie was krumm, er wär ja auch schön dumm: denn nähm` er krumm manchen Witz hieß bald er nicht mehr Spitz. […]

Keine Schönheit vermag mehr zu fesseln als jene, die beständig weiß voll Güte ihren Geist zu öffnen. […]

Ein Wolf verfluchte laut vorm Tresen der Trunksucht unheilvolles Wesen: wo sei sein klarer Blick geblieben, er säh der Geißlein nun schon sieben! […]

Ein Krebs, der gar zu Tische kam, sprach vor dem Mahl apathisch, zum Koch, der keine Fische nahm: er sei ihm nicht sympathisch. […]

Du gleichst dem Herbst

Du gleichst dem Herbst, dem Farbenfinder, der Trauer mit Schönheit überstreicht, in dem man träumt und neue Kraft für kommende Zeiten finden will. […]

Das gleiche Licht

Das gleiche Licht, daß morgens findet dich wieder, brennt in fremden Augen. […]

Ein Herr Petrescu aus Bukarestu wollt` jagen Braunbärescu in Karpatescu. […]

McCormick und McCorth

McCormick und McCorth wollten über den Firth-of-Forth! Doch McCormick und McCorth ertranken im Firth-of-Forth! Da war traurig ganz McSchottland und trank vom McWhiskey aus den McKellern Mcdoppelt so viel! […]

Liebespaar

Nichts von allem um sie bemerkten, verspürten die beiden, die eng umschlungen standen, vor der Ecke eines bröckligen Hauses. Nichts von allem, auch nicht jenen hochmotivierten Hund, der beinhebend den Segen, den seinen, ihrer Liebe gern gab. […]